Review on Rock Album News

Zelinka
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Vor genau drei Jahren hob Bernd Fleischer (g) ein neues Instrumental-Projekt aus der Taufe. Sein Großvater Johannes Zelinka stand dabei nicht nur für den Bandnamen Pate, sondern symbolisiert in gewisser Weise auch die tiefe Verbundenheit zur Musik.

Komplettiert durch Torsten Großmann (b) und Kay Rohr (d) besteht das Trio aus gestandenen Vollblutmusikern und das hört man dem gleichnamigen Debütalbum auch zu jedem Zeitpunkt an. Die selbstproduzierte Scheibe enthält ausschließlich Eigenkompositionen und liegt handwerklich auf einem äußerst hohen Niveau. Schon die ersten Titel überzeugen durch eine druckvolle Rhythmusabteilung und Soundtrack-reife Gitarren-Licks, die an dynamische Szenen alter Krimi-Serien erinnern. Zusammen mit den wirklich guten Bass-Improvisationen gehört das funky ‘safaga’ dann auch gleich zu den musikalischen Highlights. Ebenfalls ganz vorn reiht sich das ebenfalls von Torsten Großmann (b) geschriebene, leicht bluesige ‘room nr. 15’ ein – nicht schlecht. Des Weiteren hätten wir dann natürlich noch ‘toxic’ und ‘gipsy march’ auf der Habenseite. Die harten Rocker arbeiten mit ebenso griffigen Riffs wie straighten Melodielinien und sprühen nur so vor genialen Klangeinfällen. Gerade Letztgenannter erinnert mit seiner jazzigen Note an die Steve Morse Band und hätte es fast zu einem Titel-Tipp geschafft. Die verwendeten Sprachsamples fallen hier jedoch etwas negativ ins Gewicht und auch beim übrigen Songmaterial muss man ein paar kleinere Abstriche machen. So werden Bass und Schlagzeug von der dominanten Gitarrenarbeit oft sehr weit in den Hintergrund gedrängt, was besonders beim ansonsten auch recht guten ‘the cat’ auffällt. Aber auch bei ‘funky bitch’ (der Name ist hier Programm) vermag der Funke nie so richtig überzuspringen, von den durchwachsenen Akustiknummern ‘silent’ und ‘raindrops’ ganz zu schweigen. Wirkliche Ausfälle gibt es auf ‘zelinka’ (2013) jedoch nicht und so stellen die vier Sterne das Qualitätsniveau insgesamt ganz gut dar.

Respekt! Das Debütalbum ist von einer gewissen (und natürlich systembedingten) Gitarrenlastigkeit und zwei, drei kleineren Schwachstellen abgesehen wirklich gut gelungen. Dem Bandplay könnten gemeinsam geschriebene Songs vielleicht ganz gut tun.

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