Review on Terrorverlag

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„Zelinka“ ist die 10-Tracks-starke Veröffentlichung der gleichnamigen Band, ein Trio erfahrener Musiker ist hier am Werk. Das Line Up besteht aus dem Gitarristen Bernd Fleischer , dem Bassisten Torsten Grossmann und wird komplettiert vom Schlagzeuger Kay Rohr. Sie alle besitzen eine Ausbildung als Berufsmusiker und stammen aus der ehemaligen DDR. Gitarrist Fleischer spielte von 1986 bis 1999 bei BERLUC und veröffentlichte 2008 ein Solo-Album. Torsten Grossmann war tätig beim STUDIO-TEAM LEIPZIG und Schlagzeuger Kay Rohr wurde im Großraum Leipzig durch die Leipziger Bierbörse bekannt.

Von Anfang an geben die druckvolle Rhythmusabteilung und ein erstklassiges Gitarrenspiel den Takt an. Zusammen mit den Schwindelerregenden Bass-Improvisationen gehört das funky “Safaga” dann auch gleich zu den musikalischen Highlights des Albums. Die Gitarrenarbeit im Opener “Catacomb” oder dem malerischen “Chill Out” nimmt in Form und Klangbild fast schon Symphonie-ähnliche Dimensionen an. Auch “Gipsy March”, ein größtenteils klassisches Rock-Lied, ist das Paradebeispiel eines Songs, wo man den Gesang – der gar nicht vorhanden ist – doch irgendwie imaginär hören kann. Für fusionsorientierte Musik kommt das ganze doch sehr organisch rüber, was bei dieser Stilistik, die oft recht komplex ist, eher die Ausnahme als die Regel darstellt. Wer sich jetzt abschrecken lässt, durch Begriffe wie “komplex” oder “fusionsorientiert”, dem sollte doch gesagt sein, dass hier letzten Endes immer noch der Blues über allem regiert. Darum sollte sich auch jeder, der sonst vor Jazz zurückschreckt, wunderbar mit den Kompositionen anfreunden. Die Musik bleibt dynamisch und bei mitreißenden Stücken wie eben “Gypsy March” geht schon richtig die Post ab. Einer der besten Titel auf der Langrille ist das bluesige “Room Nr 15″, das ein herrliches Bassspiel aufzuweisen hat und mit einem himmlischen Gitarrenspiel endet.

ZELINKA ist ein gutes Beispiel dafür, dass es sich immer lohnt, mit spitzen Ohren nach neuen Bands zu forschen, was ja dank des Internets heutzutage kein größeres Problem mehr ist. Denn hier ist keine Formation am Werk, von der man in größeren Musikmagazinen liest, darum muss man eben andernorts ein bisschen tiefer graben. “Zelinka” ist eine abenteuerliche Angelegenheit, die sich mit der nötigen Offenheit zu einem waren Klangerlebnis entwickeln kann.

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